Nasenbluten in der Schwangerschaft

Das Nasenbluten kann während Schwangerschaft häufig vorkommen und ist nicht negativ zu bewerten, solange der Blutverlust minimal ist. Eine Schwangerschaft bringt Nasenbluten und eine verstopfte Nase der zukünftigen Mutter mit sich und ist daher eine gängige Schwangerschaftsbeschwerde.

Eine Schwangerschaft bedingt bereits eine vermehrte Durchblutung der Schleimhäute, wodurch häufig Nasenbluten resultiert. Außerdem können die dünnen Membranen, besonders im Winter, in der Nase einer schwangeren Frau anschwellen und schnell austrocknen. Hierdurch können die feinen Blutgefäße in der Nase empfindlicher werden und dadurch schneller aufreißen.

Damit das Nasenbluten nicht zur alltäglichen Last wird, sollte sie während der Schwangerschaft versuchen ihre Schleimhäute feucht halten. Auch sollten sie darauf achten, festes Schnauben zu vermeiden und die Nase bzw. die Nasenlöcher mit Vaseline oder mit einer Augen-Nasen-Salbe eincremen. Trinken sie viel, denn durch das aufgenommene Wasser können ihre Schleimhäute ebenfalls gut feucht gehalten werden. Darüber hinaus sollten ihr eigenes Heim keine zu niedrige Luftfeuchtigkeit aufweisen. Die Luftfeuchtigkeit sollte nachts im Schlafzimmer höher liegen, damit die Nase nicht zu schnell wieder austrocknet.

Eine weitere Maßnahme, um dem Nasenbluten in der Schwangerschaft vorzubeugen, ist beispielsweise das Einatmen von Wasserdampfes aus einer Schüssel (Inhalieren) oder das Benutzen eines salzhaltiges Nasensprays (vorher bitte den Arzt kontaktieren!). Obst und Gemüse sind ebenfalls ein Wundermittel. Vitamin-C-haltige Lebensmittel helfen, die Kapillaren zu stärken.

Sollte es zu einer Nasenblutung kommen, ist es ratsam, erst einmal sitzen zu bleiben und die Nasenflügel für etwa fünf Minuten, bei einem leicht gebeugtem Kopf, zusammen zu drücken. Sie sollte sich auf keinem Fall hinlegen, denn durch das Liegen kann das Nasenblut in ihren Magen laufen und Übelkeit sowie Schwindelgefühle hervorrufen. Ferner können sie ein feuchtes, kaltes Tuch oder Waschlappen in den Nacken legen oder auch den Saft einer frischen Zitrone auf einen Taschentuch betropfen lassen und diese in die Nase leicht hineinpressen.